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Z-MVZ Personal-Management: Führungskompetenzen stärken

Z-MVZ Personal-Management: Führungskompetenzen stärken

Z-MVZ Personal-Management: Führungskompetenzen stärken

Teil 1 der Beitragsserie: Professionelles Personal-Management in Zahnmedizinischen Versorgungszentren

Mit zunehmender Praxisgröße gewinnt das Thema Personal-Management an Bedeutung. Führungskräfte sind hier im besonderen Maße gefordert, da sie eine besondere Verantwortung für das Unternehmen Z-MVZ übernehmen. Führungsaufgaben und Führungskompetenzen werden dann immer wichtiger.
Interessanterweise werden in Zahnmedizinischen Versorgungszentren angestellte Zahnärzte hier außen vor gelassen. Im Vergleich zu Unternehmen der freien Wirtschaft oder auch zum Öffentlichen Dienst findet man solche Konstellationen nicht.
Werden angestellte Zahnärzte von einer Führungsverantwortung ausgegrenzt, ergeben sich hierdurch für ein Z-MVZ eine Reihe von Problemen. Eingeräumte Komfortzonen belasten den Tagesablauf enorm und müssen durch weitere Planstellen (Personal-Manager/in) kompensiert werden. Das kosten nicht nur Zeit und Geld.

Zahnarztpraxis vs. Z-MVZ mit angestellten Zahnärzten – Personal-Management und Führungsaufgaben im Vergleich

Zahnarztpraxis vs. Z-MVZ mit angestellten Zahnärzten – Personal-Management und Führungsaufgaben im Vergleich

In einer kleinen Praxiseinheit (Zahnarztpraxis geführt als Einzelpraxis oder Zweibehandler-Praxis) übernimmt der/die Praxisinhaber/in alle Aufgaben des Personal-Managements. Das ist relativ betrachtet einfach zu handhaben. Z.B. sieht der Chef, ob seine Mitarbeiter/innen pünktlich kommen und wie sie sich in den Praxisalltag einbringen.
Bei einem Z-MVZ mit bis zu 8 angestellten Zahnärzten unterstützt ein/e Praxis-Manager/in die Praxisinhaber/in im Ressort Personal-Management. Die Verantwortung für die Rekrutierung von angestellten Zahnärzten verbleibt i. d. R. bei den Praxisinhabern.
In großen Zahnmedizinischen Versorgungszentren mit mehr als 12 angestellten Zahnärzten werden geschäftsführende Tätigkeiten von einer ärztlichen und kaufmännischen Leitung wahrgenommen. Hier entlastet die Kaufmännische Geschäftsführung und übernimmt z.B. auch Führungsverantwortung (Rekrutierung) von angestellten Zahnärzten.

Eingeräumte / gewährte Komfortzonen für angestellte Zahnärzte in Zahnmedizinischen Versorgungszentren

Eingeräumte / gewährte Komfortzonen für angestellte Zahnärzte in Zahnmedizinischen Versorgungszentren

Werden angestellte Zahnärzte in einem Z-MVZ von Führungsaufgaben „befreit“, schafft das unzählige Probleme:

  • Führungsaufgaben und –Verantwortung lasten primär auf den Schultern der Praxisinhaber/in. Das ist zeitintensiv und kostet viel Nerven.
  • Es müssen zusätzliche Planstellen geschaffen werden, die den komplexen Aufgaben des Personal-Managements gerecht werden. Zusätzliche Planstellen kosten viel Geld und „blähen“ die Praxisorganisation (meist unnötig) auf.
  • Mit der „Entlastung / Befreiung“ einer Führungsverantwortung von angestellten Zahnärzten werden Komfortzonen geschaffen. Komfortzonen schaffen Unruhe und Unzufriedenheit.

Wie sich (angestellte) Zahnärzte im Z-MVZ die „perfekte“ Mitarbeiter/in vorstellen / wünschen

Wie sich (angestellte) Zahnärzte im Z-MVZ die „perfekte“ Mitarbeiter/in vorstellen / wünschen

Befragt man (angestellte) Zahnärzte, wie sie sich die „perfekte“ Mitarbeiter/in vorstellen, dann ergibt sich hier ein klares Bild: Die „perfekte“ Mitarbeiter/in einer Zahnarztpraxis bzw. eines Zahnmedizinischen Versorgungszentrums sollte über folgende Eigenschaften verfügen:

  • fachlich und sozial äußerst kompetent
  • hoch motiviert und engagiert
  • positiv eingestellt und aufgeschlossen
  • eigenverantwortlich und verantwortungsbewusst
  • proaktiv denkend und handelnd
  • fortbildungsinteressiert und wissbegierig
  • teamfähig, loyal, flexibel, …
  • usw.

Befragt man Mitarbeiter/innen einer Zahnarztpraxis bzw. eines Zahnmedizinischen Versorgungszentrums, wie sie sich den oder die perfekten Chefs und angestellte Zahnärzte vorstellen, dann können diese hier ebenfalls ein klares Bild skizzieren.
Befrage ich in meiner Funktion als Berater, Coach und Trainer eine Zahnarztpraxis bzw. ein Z-MVZ, wie nun das Profil von angestellten Zahnärzten definiert ist, dann lässt sich hier i. d. R. kein klares Bild erkennen.

Gründe, warum Zahnmedizinische Fachangestellte ihren Job wechseln bzw. „schmeißen“

Es gibt eine ganze Reihe von Gründen, warum Mitarbeiter/innen oder auch angestellte Zahnärzte ihren Job wechseln oder ganz „schmeißen“ und sich lieber anderen Herausforderungen stellen. Für Mitarbeiter/innen (ZFA) ist das Motiv Nr. 1 die fehlende Anerkennung in ihrem Beruf!

Das Motiv Nr. 1 – was Mitarbeiter/innen motiviert und was sie zu Recht erwarten (dürfen)

Anerkennung, Respekt, Wertschätzung und Weitsicht.
Dazu ein Beispiel aus meiner Z-MVZ Berater- und Coaching-Praxis, das zeigt, wie einfach angestellte Zahnärzte im Praxisalltag Führungskompetenzen praktizieren können:

Das Ausgrenzen der Stuhlassistenz
Ein Irrtum bzw. Fehler ist die Annahme, dass die Präsenz der Stuhlassistenz bei der Untersuchung von Neupatienten in einem Zahnmedizinischen Versorgungszentrum eher eine untergeordnete Rolle spielt. Erst wenn z. B. Beratungsgespräche an sie delegiert würden, käme sie mit ins Boot.
Zahnmedizinische Fachangestellte sind in einer modernen Zahnarztpraxis und Z-MVZ in nahezu alle Abläufe involviert und tragen – abhängig vom persönlichen Engagement und der Professionalität – aktiv zur Wertschöpfung bei. Das nehmen Stammpatienten und auch neue Patienten wahr, wenn auch unbewusst. Insbesondere wie miteinander kommuniziert und umgegangen wird. Beispielsweise im Rahmen der Begrüßung. Zahnarzt/-ärztin: „Herr Meier, das ist meine Assistentin/Kollegin Frau …“ Oder wenn der/die Behandler/in ins Zimmer hinzukommt: „Frau Meier, meine Assistenz Frau … haben Sie ja schon kennengelernt.“ Die Vorstellung der Stuhlassistenz dem Patienten gegenüber vermittelt höchste Anerkennung. Diese Art der Wertschätzung bleibt bei Mitarbeiter/innen und den Patienten nachhaltig in positiver Erinnerung.
Das aktive Miteinbeziehen beugt zudem präventiv vor, sodass die Stuhlassistenz dann nicht mehr – wie früher oft üblich – sagen kann: „Ich bin doch sowieso nur das fünfte Rad am Wagen.”

„Das Ausgrenzen der Stuhlassistenz“ ist Teil des Blogbeitrages: 12 typische Irrtümer und Fehler bei der Untersuchung neuer Patienten in der Zahnarztpraxis. Über den folgenden Link kommen Sie direkt zum Blog Beitrag: https://zahnarztpraxis-konzept.de/artikel/12-typische-fehler-untersuchung-neuer-patienten-zahnarztpraxis

Die Vorteile, wenn angestellte Zahnärzte/innen im Z-MVZ Führungsaufgaben übernehmen

Die Vorteile, wenn angestellte Zahnärzte/innen im Z-MVZ Führungsaufgaben übernehmen

Wenn angestellte Zahnärzte/innen Führungsaufgaben und Führungsverantwortung übernehmen, dann ergeben sich für ein Zahnmedizinisches Versorgungszentrum folgende Vorteile:

  • Die Führungsaufgaben und –Verantwortung lastet nicht mehr alleinig auf den Schultern der Praxisinhaber/in. Das spart Zeit und Nerven.
  • Es müssen keine zusätzlichen Planstellen (Personal-Manager/in) geschaffen werden, die sich um die komplexen Aufgaben des Personal-Managements kümmern. Somit lassen sich unnötige Ausgaben/Kosten einsparen. Zudem wird die Praxisorganisation nicht unnötig „aufgebläht“.
  • Unnötig geschaffene Komfortzonen für angestellte Zahnärzte/innen sind eliminiert. Das begünstigt ein ruhiges Arbeiten, Zufriedenheit und Motivation, u. v. m., was allen mitwirkenden Mitarbeiter/innen im Z-MVZ zu Gute kommt.

Kickoff-Veranstaltung Führungskompetenzen im Z-MVZ stärken: die pragmatische Umsetzung in den Praxisalltag eines Zahnmedizinischen Versorgungszentrums

Führungskompetenzen im Z-MVZ stärken: die pragmatische Umsetzung in den Praxisalltag eines Zahnmedizinischen Versorgungszentrums

Als Zahnmedizinisches Versorgungszentrum können Sie das Thema Personal-Management professionell behandeln. Dabei unterstütze ich Sie mit meiner Expertise. Zum Beispiel mit der Expertise 1 – Z-MVZ Basics: „Wie Sie in Ihrem Z-MVZ die Weichen richtig stellen und die 6 typischen Herausforderungen exzellent meistern“.
Diese berücksichtigt eine „Kickoff-Veranstaltung“, bei der das Thema Führungsaufgaben und –Verantwortung behandelt wird und angestellte Zahnärzte/innen Führungskompetenzen entwickeln.

Fazit

Angestellte Zahnärzte/innen in einem Z-MVZ sollten Führungsaufgaben und Verantwortung im Ressort Personal-Management übernehmen. Dazu müssen sie für diese „Rolle“ ausgebildet und trainiert werden. Mit den erworbenen Führungskompetenzen werden Z-MVZ Inhaber/innen entlastet und sparen viel Zeit, Geld und Nerven ein.

Wenn Sie das Thema „Führungsaufgaben und –Kompetenzen in Zahnmedizinischen Versorgungszentren“ professionell behandeln wollen, sich wünschen, dass Ihre angestellten Zahnärzte/innen Führungskompetenzen entwickeln und Sie damit entlasten, dann schreiben Sie mir einfach eine E-Mail oder rufen mich an.

Mehr Informationen rund um das Thema Z-MVZ erhalten Sie unter dem folgendem Link:
Zahnarzt-MVZ erfolgreich gründen und optimieren

Kontakt

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Unternehmensberatung für Zahnärzte
Mathias Leyer, Gesundheitsökonom FH
Kurmärkische Straße 111
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